Das Ende einer Schweizer Gastro-Institution

17. February 2022

Die Ermitage des Ravet in Vuffles-le-Château schliesst per Ende Juli ihre Pforten. Bernard Ravet geht in Pension, sein Sohn Guy nimmt eine neue Herausforderung an.

In Vufflens-le-Château geht im Sommer eine Ära zu Ende. Weil weder Tochter Nathalie noch Sohn Guy den elterlichen Betrieb übernehmen möchten, schliesst Bernard Ravet die legendäre Ermitage hoch über dem Genfersee nach 33 Jahren. Der 74-Jährige gehört zusammen mit Andreas Caminada (Schloss Schauenstein, Fürstenau GR), Peter Knogl (Cheval Blanc, Basel), Tanja Grandits (Stucki, Basel), Heiko Nieder (The Restaurant, Zürich), Franck Giovannini (Hôtel de Ville, Crissier VD) und Philippe Chevrier (Domaine de Châteauvieux, Satigny GE) zum exklusiven Kreis der 19-Punkte-Köche in der Schweiz. Und das seit 29 Jahren. Ausser dem Hôtel de Ville hält kein Betrieb im Land die höchste Bewertung des Gault-Millau seit so langer Zeit.

Am 30. Juli wird Ravet senior zum letzten Mal am Herd seines Restaurants stehen. Sein Sohn, der die Vereinigung Les Grandes Tables de Suisse präsidiert und als Koch viel zum Erfolg der Ermitage beigetragen hat, wird seine Laufbahn an einem anderen Ort fortsetzen. Wie es mit dem geschichtsträchtigen Haus weitergeht, liessen die Ravets offen. Eine weitere Nutzung als Restaurant mit Hotelzimmern ist ebenso denkbar wie die Umwandlung in eine Privatresidenz. Auf die Zukunft der Brasserie Esprit Ravet im Bernerhof in Gstaad hat die Schliessung der Ermitage keinen Einfluss, Guy und Bernard Ravet setzen ihr Engagement für das Hotel im Berner Oberland fort. Auch die von Nathalie Ravet und dem Oenologen Rodrigo Bento betreute Collection Bernard Ravet der Cave de La Côte, die mehr als ein Dutzend Weine aus der Region umfasst, bleibt ihren Fans erhalten.

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