Ein Tempel für Schokolade

10. September 2020
Die Schweiz ist um eine Schokoladenattraktion reicher: In Kilchberg wurde am 10. September im Beisein von Tennisstar Roger Federer und Bundesrat Ueli Maurer das neue Lindt Home of Chocolate eingeweiht.

Das neue «Haus der Schokolade» mit seinem interaktiven Museum, der neuen Forschungsanlage mit Schauproduktion und vielen weiteren Highlights empfängt offiziell ab dem 13. September Besucher aus der Schweiz und aller Welt.

Das Lindt Home of Chocolate öffnet am 13. September 2020 seine Tore für Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt beziehungsweise vorderhand wohl mehr aus der Schweiz.

Wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung wurde das neue Wahrzeichen der Schweizer Schokoladenindustrie bereits mit einem feierlichen Festakt eingeweiht.

Infoplattform rund um Schokolade

Mit dem neuen Schokoladenmuseum wird der breiten Öffentlichkeit eine umfassende Informationsplattform zum Thema Schokolade zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit Bundesrat Ueli Maurer und Tennisstar Roger Federer enthüllte Ernst Tanner, Stiftungsratspräsident der Lindt Chocolate Competence Foundation, das Highlight des Lindt Home of Chocolate, einen über neun Meter hohen «Schoggibrunnen» (siehe auch das Interview mit Ernst Tanner).

Bundesrat Ueli Maurer, Stiftungsratspräsident Ernst Tanner und Markenbotschafter Roger Federer enthüllten den über neun Meter hohen Schokoladenbrunnen.

Während des Festakts präsentierte Markenbotschafter Roger Federer ausserdem ein neues Video, das für einige Schmunzler im Publikum sorgte und dem Tennis-Crack, als er anschliessend von Moderatorin Sandra Studer für sein Mitwirken und insbesondere sein schauspielerisches Talent gelobt wurde, doch etwas Schamröte auf die Wangen trieb.

Abgesehen davon war Roger Federer bester Laune und zeigte sich begeistert vom neuen Schokoladenmuseum: «Ich habe meinen Kids gesagt, dass es heute etwas zu feierlich sei für sie. Aber ich freue mich schon jetzt darauf, wenn ich ihnen das bald live zeigen kann.»

Auch Bundesrat Ueli Maurer war vom Gebotenen sichtlich angetan und betonte in seiner Rede, dass Schokolade ein Teil unserer nationalen Identität und die Schokoladenindustrie ein extrem wichtiger Wirtschaftszweig unseres Landes sei. «Deshalb ist die Förderung der Schokoladenkompetenz auch gleichbedeutend mit der Stärkung des Wirtschaftsstandorts Schweiz.»

Das Hauptprojekt

Die Lindt Chocolate Competence Foundation hat sich zum Ziel gesetzt, die Arbeit der einstigen Schokoladenpioniere weiterzuführen und die Schweiz nachhaltig als Schokoladenstandort zu stärken. Während die Pioniere vor mehr als 200 Jahren die Schokoladenindustrie etablierten, fördert die Stiftung heute Innovation und will der gesamten Industrie damit neue Impulse geben. Das Schokoladenmuseum ist das Hauptprojekt der gemeinnützigen Stiftung und stellt eine umfassende Informationsplattform für die breite Öffentlichkeit dar.

Im Lindt Home of Chocolate befindet sich auch das erste Lindt Café der Schweiz.

Jährlich werden über 300’000 Besucher erwartet

«Das Lindt Home of Chocolate», so die Vision von Stiftungsratspräsident Ernst Tanner, «soll zur langfristigen Sicherung des Schokoladenstandorts Schweiz wie auch zur Wissensvermittlung rund um das Thema Schokolade in der gesamten Industrie beitragen.»

Mehr als 100 Millionen Schweizer Franken flossen in dieses Schokoladenkompetenzzentrum. Die neue Attraktion soll für jährlich 350’000 in- und ausländische Schokoladenfans ein spannendes Ausflugsziel in unmittelbarer Nähe zu und bester Anbindung an Zürich werden.

Für Fachkräfte und Schokoladenfans

Das Lindt Home of Chocolate lässt die Besucher in eine fantastische Schokolade-Welt eintauchen, umfasst es doch neben der Forschungsanlage mit Schauproduktion auch eine 1500 Quadratmeter grosse Ausstellung, die Besucher auf eine Reise durch den Kosmos Schokolade einlädt, die als erstes auf eine Kakaoplantage in Ghana führt.

Das Lindt Home of Chocolate umfasst auch eine 1’500 Quadratmeter grosse Ausstellung – unter anderem über die Herkunft und die Geschichte der Schokolade.

Im Anschluss daran begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise durch die bewegte Geschichte der Schokolade und entdecken dabei bekannte und weniger bekannte Schweizer Industriepioniere. Auch Geheimnisse der Schokoladenproduktion werden in der Ausstellung gelüftet, und nach weiteren spannenden Fakten rund ums Thema Schokolade warten am Schluss der Tour zahlreiche «Probiererlis», um den inzwischen aufgekommenen «Gluscht» zu stillen.

Nach mehr als drei Jahren Planungs- und Vorbereitungszeit konnte die Forschungsanlage «Pilot Plant» bereits zu Beginn des Jahres 2020 erfolgreich starten. Sie ist nicht nur für Schokoladenhersteller, sondern auch für Forschungsinstitute und Hochschulen verfügbar. Denn hier können auf kleinem Massstab Rezepturen weiterentwickelt sowie Produktionsabläufe und Verfahrenstechnologien simuliert und optimiert werden, die für die Schokoladenindustrie insgesamt von Bedeutung sind. Ausserdem bietet die Pilotanlage eine optimale Infrastruktur für eine branchenspezifische Aus- und Weiterbildung von Fachkräften.

Last but not least bietet das neue Home of Chocolat auch den grössten Lindt Chocolate Shop der Welt, das erste Lindt Café der Schweiz sowie eine Chocolateria für Schokoladenkurse, die allesamt von der lokalen Tochtergesellschaft Lindt & Sprüngli Schweiz AG betrieben werden.

Multifunktionale Eleganz in Rekordzeit
Das neue Zentrum besticht aber auch architektonisch. Das multifunktionale Gebäude nach den Plänen der Basler Architekten Christ & Gantenbein bildet ein prägnantes Gegengewicht zum historischen Fabrikgebäude von Lindt & Sprüngli aus dem Jahr 1899 und bettet sich perfekt in die bestehende Umgebung in Kilchberg ein. Im Innern weist das dreistöckige Gebäude eine charakteristische Gestaltung auf: Runde Treppenaufgänge, Brückenpassagen und imposante Oberlichter in der Decke verleihen dem Bauwerk wunderschöne Lichtstimmungen und eine ganz eigenwillige Eleganz.

Die kühn-kühle Architektur stammt vom Architekturbüro Christ & Gantenbein aus Basel.

Die Aushubarbeiten am Areal von Lindt & Sprüngli starteten übrigens bereits anfangs 2017, und nach einer Rekordzeit von nur 36 Monaten wurde der Bau fertiggestellt. Insgesamt wurden fast 140’000 Tonnen Erde abgetragen, um eine Baugrube in der Grösse eines Fussballfelds freizulegen. Mitte September 2017 lud die Stiftung bereits zur feierlichen Grundsteinlegung für das grosse Bauwerk ein. Und noch einmal rund 1000 Tage später übergab die mit dem Bau beauftragte Generalunternehmung das Gebäude im November 2019 dann offiziell der Bauherrschaft. Bis zur jetzigen Eröffnung folgten der ausgeklügelte Innenausbau und die finale Gestaltung der vielfältigen Erlebniswelt.


Lindt Chocolate Competence Foundation

Die 2013 gegründete Lindt Chocolate Competence Foundation hat zum Ziel, den Schokoladenstandort Schweiz langfristig zu sichern und die Schweizer Schokoladenkompetenz weiter zu verankern. Sie widmet sich unter anderem der Aufgabe der branchenspezifischen Aus- und Weiterbildung von Fachkräften und der Förderung des Nachwuchses. Als Hauptprojekt stellt die Stiftung ein Schokoladenmuseum als interaktive Informationsplattform zum Thema Schokolade für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung.