Für Macher mit Anspruch
Eine Messe explizit für den Mann? Wie gut das funktioniert, zeigt die Man’s World nun bereits zum zehnten Mal. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Genuss.

Am Anfang steht eine Marktlücke. Was fehlt, ist eine Plattform, die auf den neugierigen, genussfreudigen Mann ab 30 zugeschnitten ist. Der nämlich hat zwar genug Geld, aber wenig Zeit, sucht im dichten Dschungel der Angebote also den schnellen Überblick. Daniel Rasumowsky, Roman Stämpfli und Karim Debabe springen in die Bresche, lancieren 2016 die Man’s World – und feiern damit durchschlagenden Erfolg. Bereits die erste Ausgabe der Männer-Messe lockt über 10 000 Besucher (und notabene Besucherinnen) nach Zürich.
Das Konzept: ein Messeformat mit Eventcharakter. Gedimmtes Licht und Frank-Sinatra-Klänge statt kalte Neonröhren. Kleine, inhabergeführte, handwerkliche oder lokal verwurzelte Brands. Und ein anspruchsvolles kulinarisches Portfolio statt profaner Brezel am Tresen. Das Motto der Initianten ist klar: Qualität vor Rabattschlacht. Give-aways und Hostessen sucht man an der Man’s World entsprechend vergeblich, findet dafür echte Macher, Gründer und Geschichten.
Eine Frage der Haltung
Auch heute, zehn Jahre später, positioniert sich die Messe als physische und sorgfältig kuratierte Erlebnisplattform, auf der die Besucher Produkte anfassen, probieren und die Menschen dahinter kennen lernen können. Generell, sagt Mitinitiant Daniel Rasumowsky, habe sich seit den Anfängen erstaunlich wenig verändert. Bis auf Feinheiten: «Wir haben das Erlebnis weiterentwickelt, Formate optimiert, neue Anbieter integriert und die Inszenierung geschärft. Aber der Kern – Qualität, echte Macher und eine Bühne für Entdeckungen – ist unverändert geblieben.»
Das ist auch die Zielgruppe: der Mann. Wobei es weniger um einen bestimmten Typ als um eine Haltung gehe, so Rasumowsky: «Ob Handwerker, Corporate Manager, Unternehmer oder Beamter: Die Man’s World richtet sich an Männer (und auch Frauen), die gern Neues entdecken, sich inspirieren lassen und einen besonderen Abend mit Freunden oder Kollegen, mit dem Vater oder Bruder verbringen möchten.» Rund 70 Prozent des Messepublikums ist männlich und zwischen 28 und 60 Jahren alt.
Kulinarik in doppelter Rolle
Was die Männer an der Man’s World ebenfalls verbindet: Genuss ist für sie ein fester Bestandteil des guten Lebens. «Und zwar nicht im Sinne von Luxus, sondern von Qualität», führt Rasumowsky aus. Dazu gehört selbstredend die Kulinarik. «Sie spielt an der Messe eine doppelte und zentrale Rolle: Wir nutzen Gastronomie seit Beginn bewusst als Erlebnis- und Differenzierungsmerkmal», sagt der Messe-Mitbegründer. Top-Baristas mit lokal geröstetem Kaffee, Speakeasy-Mixology und hochwertige, möglichst regionale Foodkonzepte: Die Man’s World setzt damit bereits bei der Premiere 2016 neue Massstäbe. Dazu kommen einschlägige Aussteller: 15 bis 20 Prozent stammen aus den Bereichen Kulinarik, Bier, Wein oder Spirituosen. Angebote rund um den Zigarrengenuss oder aber die Themen Kochen, Grillieren und Küchenausstattung ergänzen den Mix.
Und muss man Kulinarik für Männer speziell aufbereiten? Rasumowsky weiss: «Sie brauchen beim Essen und Trinken weniger komplexe Inszenierung als vielmehr Authentizität und guten Geschmack. Das Auge isst zwar mit, aber nicht im Sinne von Fine-Dining-Dekor.» Will heissen: Holzbrett statt Porzellan, Grill statt Showküche, Berkel-Maschine statt Ornamentik. «Was funktioniert, sind klare, ehrliche Präsentationen.»
Die Messe
Schon bei ihrer Premiere 2016 zog die Man’s World über 10 000 Besucher (und Besucherinnen an). Seither hat sich die von Daniel Rasumowsky, Roman Stämpfli und Karim Debabe gegründete Messe zu einer der relevantesten Lifestyle-Plattformen für Männer und Marken in der Deutschschweiz entwickelt. Inzwischen wird sie in Lizenz von der Halle 550 in Zürich-Oerlikon veranstaltet. Zielpublikum sind Lifestyle-affine Männer ab 30 Jahren mit höherem Einkommen und Bildungsgrad.
Neben einer kuratierten Mischung aus regionalen Start-ups und etablierten Marken erwartet das Publikum an der Jubiläumsausgabe vom 29. Januar bis 1. Februar eine ganze Reihe besonderer Highlights. So finden auf einem kompletten Profiboxring Showfights, Trainings und Schattenbox-Sessions statt, ist die ausverkaufte Ducati Diavel for Bentley, von der es welt-weit gerade mal 500 Stück gibt, zu sehen (und zu erwerben) – und gibt es im Craft-Beer-Erlebnis-Corner diverse Neuheiten aus der Schweizer Brauszene zu probieren.
mansworld.ch
Text: Sarah Kohler
Bilder: ZVG, Sören Funk
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