Andermatt steigt im Sternenhimmel ganz nach oben
Der Guide Michelin stuft in seiner neuen Schweizer Ausgabe The Japanese Restaurant auf drei Sterne hoch. Sieben weitere Lokale tragen neu einen Stern.

Die Gastrowelt war etwas überrascht, als der Guide Michelin für die alljährliche Präsentation seines Gastroguides nach Andermatt lud. In den vergangenen Jahren war der Event stets an der Hotelfachschule in Lausanne durchgeführt worden. Ob der Ortswechsel mit der grossen Neuigkeit der diesjährigen Ausgabe zusammenhing? Auf jeden Fall durften die Ortsansässigen jubeln: Der Guide zeichnete in der Andermatter Konzerthalle das im lokalen Fünfsternehaus The Chedi untergebrachte The Japanese Restaurant neu mit drei Sternen aus, seiner höchsten Auszeichnung. Damit kochen die Zwillingsbrüder Fabio Toffolon und Dominik Sato – letzterer hat den Namen seiner japanischen Ehefrau Yoshiko angenommen – neu in der obersten Schweizer Michelin-Liga. Die Brüder haben marmite-youngster-Vergangenheit: Fabio nahm 2015 am Wettbewerb teil, Dominik gewann 2017 in der Kategorie Küche. The Japanese Restaurant ist das fünfte Drei-Sterne-Lokal in der Schweiz, neben Memoires (Sven Wassmer, Bad Ragaz), Cheval Blanc by Peter Knogl (Basel), Restaurant de l’Hôtel de Ville (Franck Giovannini, Crissier VD) und Schloss Schauenstein (Andreas Caminada und Marcel Skibba, Fürstenau).
Sieben neue Sternelokale
Bei den Zwei-Sterne-Restaurants konnten alle 22 Küchenchefs ihre Klassierung bestätigen. Im Kreis der Lokale mit einem Stern (total 106) gibt es sieben Neuzugänge: Das Myle (Markus Arnold, Bern), die Bärenstobe (Michael Gollenz, Gonten AI), das CAAA by Pietro Catalano (Luzern), das Ristorante con enoteca Origini (Guglielmo Curcio, Morbio Inferiore), der Schlüssel by Tanja Grandits (Marten Harder, Oberwil BL), das Ad Lib (Dietmar Sawyere, Zermatt) sowie das Rémy (Simon Müller, Zürich).
Das Myle wurde zudem als «Opening of the Year» ausgezeichnet, im Ad Lib erhielt Nicole Sawyere den Service Award und Guglielmo Curcio neben seinem ersten Stern auch die Auszeichnung «Young Chef Award». In der Kategorie Sommellerie zeichnet der Guide schliesslich Emeline Gigaud vom Arakel in Genf aus.
Text: Emil Bischofberger
Bilder: Boris Müller (Titelbild), ZVG (Artikelbild)
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