Tajine mit Tee, Tennis mit Hingis
Das Luxushotel Fairmont Royal Park als ruhiger Ausgleich zur lauten Medina von Marrakesch. Auffallend gut: das orientalische Restaurant mit dem libanesischen Chef.

Die erdigen Töne der Bissara, einer Suppe aus Favabohnen, verfeinert mit Kreuzkümmel, Paprika und Olivenöl, bringen die Ruhe zurück. Ein Moment der Stille im wohl lautesten Viertel in der berühmten Medina von Marrakesch. Die Nachbarn des Suppenmanns sind alle mit Metallarbeiten beschäftigt. Gestärkt geht es zurück in Richtung Fairmont Royal Palm. Die luxuriöse Anlage mit eigenem 18-Loch-Golfcourt liegt etwas ausserhalb des Zentrums. Auf der Fahrt fällt der herrschende Bauboom auf. Es sind diverse Faktoren, die Haus um Haus aus dem Wüstenboden schiessen lassen: Die unter anderem in Marokko stattfindende Fussball-WM 2030, aber auch die Rückkehr zahlreicher in Frankreich lebender, wohlhabender Marokkaner sowie französische Rentner mit Golf-Passion.
Mindestens ebenso orientalisch wie das Laute und Hektische sind Genuss und Gemütlichkeit. Zwischen Tennisplatz – hier gibt auch schon mal Martina Hingis den Hotelgästen eine private Tennisstunde – und Kräutergarten gibt es im Fairmont zuerst Minztee, dann Zaalouk (Auberginen-Tomaten-Dip) und weitere erfrischende Starter. Die sommerliche Tajine-Variante mit Dorade, Tomate, Zitrone und Peperoni beweist: Lokale Klassiker sind manchmal im schicken Hotel doch besser als im Marktrestaurant.
Doch was macht die Küche des Fairmont Royal Palm wirklich besonders? In der neuen Ausgabe von marmite erfahren Sie, wie Chef Abbas Kalakesh marokkanische und libanesische Traditionen kombiniert, welche Geheimnisse hinter seinen Tajines und Kibbeh stecken und warum selbst Einheimische begeistert mitsingen.
Text: Benny Epstein
Bilder: ZVG
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