Kulinarische Meriten: Acht Neuzugänge

17. März 2026

Zum siebten Mal wurden in Bern diese Woche die Kulinarischen Meriten verliehen. Der Preis ehrt Köchinnen und Patissiers, welche die Schweizer Esskultur besonders hochhalten.

Zur Verleihung der Kulinarischen Meriten, die traditionell Anfang März über die Bühne geht, findet sich jeweils nicht nur eine illustre Schar an Schweizer Gastrogrössen im Le Bellevue Palace in Bern ein, sondern auch Bundesrat Guy Parmelin. Als gelernter Landwirt und Winzer ist der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung sowie amtierende Bundespräsident in der Runde bestens aufgehoben – und beweist sich in seiner Ansprache Jahr für Jahr als profunder Kenner des Schweizer Gastgewerbes.

Um genau dieses geht es bei den Kulinarischen Meriten schliesslich: Die Auszeichnung geht an Köche und Patissièren, die sich für die Esskultur des Landes in besonderem Masse einsetzen und das kulinarische Erbe der Schweiz auf ihre Art und Weise bewahren. Anfang Woche wurden die Kulinarischen Meriten zum siebten Mal verliehen.

Den Ehrenpreis erhielt mit Claude Froté eine Kultfigur vom Neuenburgersee: Der Koch und Winzer aus der Romandie war bis 2023 im Le Bocca in Saint-Blaise tätig.

In der Kategorie Küche gingen die Kulinarischen Meriten 2026 an zwei Köchinnen und zwei Köche. Maryline Nozahic bricht im La Table de Mary in Yverdon-les-Bains mit den Konventionen des klassischen Restaurants und legt ihre ganze Hingabe ins lokale Produkt, Julia Stämpfli zelebriert in der Wirtschaft zum Löwen in Bangerten die Schweizer Küche in Reinkultur. Der Walliser Didier der Courten erkochte sich einst zwei Sterne und 19 Punkte – und führt heute nicht weniger als neun Bergrestaurants. Und Peter Schärer steht seit über 20 Jahren als Küchenchef in einer Zürcher Institution am Herd – in der Kronenhalle.

In der Kategorie Patisserie wurden dieses Jahr drei Kulinarische Meriten vergeben: an Stephanie Mittler, die im Mammertsberg zeigt, was Terroirküche im Dessertbereich heisst (und kann), an Christian Boillat, der in Saint-Prex ein kleines Konditorei-Imperium aufgebaut hat, und an den Tessiner Paolo Loraschi, der sich in der Confiserie Al Porto seit vielen Jahren für die berufliche Ausbildung engagiert.

Die Kulinarischen Meriten werden von einer Jury rund um Präsident Edgar Bovier gekürt, mit den neuen Auszeichnungen umfasst die Liste inzwischen 58 Preisträgerinnen und Preisträger.

kulinarischemeriten.ch

Text: Sarah Kohler

Fotos: Dan Riesen

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