Ceviche – aber bitte ohne Fisch

11. Juni 2026

Lima gilt über Latein­amerika hinaus als Hotspot für Kulinarik, mit einer traditionellen Küche, in der tierische Zutaten eine Hauptrolle spielen. Umso überraschender: Auch Veganerinnen und Veganer kommen auf ihre Kosten.

Alessandra Arce ist in Chiclayo, im Norden von Peru, aufgewachsen. Denkt sie an ihre Kindheit, dann denkt sie an grosse Familientreffen, an ihre Mutter, an deren Küche, an das vielfältige Essen: «Die traditionellen Gerichte geben einem das Gefühl, Teil von etwas zu sein, von Menschen, die einen verwöhnen. Man spürt, wenn jemand mit Liebe für einen kocht», sagt sie. Als Arce vor fünf Jahren Veganerin wurde, drohte dieses Gefühl zu verschwinden. Denn viele der peruanischen Gerichte waren plötzlich ein Tabu. Ceviche, Lomo Saltado, Causa, Ají de Gallina – der Grossteil der Spezialitäten wird mit Fleisch oder Fisch gekocht. Eines Tages beschloss Arce, zu handeln.

Kreative Optionen, pflanzliche Vielfalt

«Meine Arbeit besteht darin, den Restaurants zu helfen, vegane Optionen in ihre Speisekarten aufzunehmen», erzählt die kreative Köchin. Sie ist auf die Zubereitung rein pflanzlicher Gerichte spezialisiert, die aber nicht nur Veganer und Veganerinnen ansprechen. «Sie sollen auch Menschen schmecken, die sich nicht vegan ernähren, und mit der Essenz des jeweiligen Restaurants harmonieren.» Und das funktioniert. In der peruanischen Hauptstadt Lima sehen insbesondere in den gehobeneren Vierteln wie Barranco und Miraflores immer mehr Lokale eine Geschäftsmöglichkeit darin, vegetarische oder vegane Gerichte auf ihre Karte zu nehmen.

Während sich viele Einheimische die peruanische Küche nur mit Fleisch oder Fisch vorstellen können (…)

Die vollständige Geschichte lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe marmite 02/2026.

Text und Bilder: Caroline Dettling

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