Sobre Mesa’s Libertine Kitchen ist zurück

Die Dinner-Serie für Freigeister ist zurück: Libertine Kitchen! Ein kulinarisches Thema - mal überraschend, mal kontrovers - steht im Zentrum. Sobre Mesa, die Agentur für Begegnungen rund um Esskultur, lädt eine ihrer Lieblingsköchinnen oder -köche ein und präsentiert ein einmaliges Menu. Am 27. und 28. Februar tischt Mirjam Eberle «Futter & Freiheit» auf.

Wer in der Libertine Kitchen essen will, braucht keinen Mut, ein freier Geist ist dem Genuss aber sicher zuträglich. «Futter & Freiheit» ist das Thema von Mirjam Eberle für die zwei Abende Libertine Kitchen am 27. und 28. Februar 2020. Sie interpretiert in einem vielgängigen Menu die in Oberwil Dägerlen bei Winterthur vorherrschenden Elemente, Wetterlagen, halb überlieferte Legenden und die Abenteuer von Landwirt Fabio Müller. In vergangenen Editionen setzte Naturköchin Rebecca Clopath schon «Into the wild» kulinarisch um, Simon Schneeberger (ehem. Friz Lambada) kreierte Gerichte rund ums Lebensmittel Blut, Autorin und Verlegerin Anna Pearson widmete sich dem Thema «Reif» und Margaretha Jüngling servierte «Patch Food».

Wieviel Freiheit wir beim Essen brauchen oder wieviel Freiheit unser Essen braucht

Freiheit – und gleichzeitig auch deren Einschränkung – inspiriert unsere Sinne und erweitert unseren geistigen Horizont. Das würden wohl auch zahlreiche Köchinnen und Köche unterzeichnen, besonders die, welche sich Grundsätzen wie Saisonalität, einem klar definierten geografischen Radius oder der artgerechten Haltung von Nutztieren verschreiben. Interessanterweise ist es aber heute – im politisch-gesellschaftlich korrekten Kanon – fast schon einfacher geworden, auf Fleisch zu verzichten als es zu wählen. Und das ist gut so! Zig Gründe sprechen für eine pflanzenbasierte Ernährung der Bevölkerungsmehrheit. Dürfen wir uns also noch die Freiheit nehmen, Fleisch zu konsumieren? Es braucht ein ausgeprägtes, mit viel Wissen gestähltes Selbstbewusstsein um offen zu kommunizieren: Ja, ich esse Fleisch.

Sobre Mesa, Mirjam Eberle und Fabio Müller stellen sich dieser Herausforderung und behaupten, dass das Wissen um Tierrasse, -haltung, Futter, Fleischmengen und Fleischpreise richtig gut schmecken kann. Denn je mehr wir darüber wissen, umso freudiger können wir uns in besonderen Momenten für gutes Fleisch und häufiger und bewusster gegen anderes entscheiden.

Mirjam Eberle, Independent Chef aus dem Thurgau

Nachdem Emanuel ein erstes Mal bei Mirjam an einer Dinner Party zu Gast und davon begeistert war und dann noch von den gemeinsamen ländlichen Thurgauer Wurzeln erfuhr, stand die Kollaboration fest. Für Mirjam braucht ein Produkt eine Identität, eine Geschichte und muss Freude bereiten – alles Werte die auch Sobre Mesa zu vermitteln versucht. Sie kocht mit der klaren Technik der französischen Küche, präsentiert Gerichte grosszügig und gastfreundlich im wahren Sinne des Wortes.

Mirjam Eberle kehrte nach 15 Jahren der Werbebranche den Rücken und entschloss sich, in die Welt der Küche einzutauchen. Nach einer Ausbildung an der Kochschule «Le Cordon Bleu» durchlief sie diverse klassische Stages, so bei Chef Pascal Barbot, Restaurant L’Astrance*** Paris und Chef Rubén
Arnanz, Restaurant Villena* Segovia/Madrid. Fast unendlich weite Horizonte erfuhr sie mit der spielerischen Umsetzung der Konzepte „nose-to-tail“ und „leave-to-root“ bei Chef Dan Barber, Bluehill* at Stonebarns New York.

Woher stammt das Futter?

2008 hat Fabio Müller das Projekt «Mein Schwein» ins Leben gerufen. Seither befasst er sich intensiv mit der Freilandhaltung von Schweinen. Schnell hat er festgestellt, dass die extensive Haltung neben dem hochwertigen Futter einen sehr positiven Einfluss auf die Fleischqualität hat. Neben der Haltung und Fütterung gibt es jedoch noch einen dritten Faktor, der die Qualität stark beeinflusst: die Rasse. Bis vor kurzem war in der Schweiz die Schweinevielfalt sehr gering. 2017 gelang Fabio Müller den
ersten Import einer neuen Schweinerasse in die Schweiz seit Jahrzehnten. KURO war geboren und begeistert seither Feinschmecker und Tierfreunde. Sie stammt von der alten, englischen Rasse Berkshire ab und bekam ihren Namen Kuro in Japan, wo sie als Pendant zum Kobe-Rind gilt.

Die limitierten Plätze kann man hier buchen.
Das 6-Gang-Menü «Futter & Freiheit» kostet CHF 95.–

Bei jeder Libertine Kitchen wird die Getränkekarte von Herzog & Vombach, den Schöner-Saufen-Experten von Sobre Mesa thematisch passend kuratiert.

Die nächsten Daten

Libertine Kitchen x Rebecca Clopath am 19., 20. und 21.03.2020
Libertine Kitchen x Margaretha Jüngling: Café complet am 23., 24. und 25.04.2020