60 Jahre marmite – gelungener Auftakt

Mit dem «Cirque culinaire» hat marmite für sein Jubiläum eine kulinarische Roadshow kreiert, die im Laufe des Jahres Halt macht an sechs Top-Adressen der Schweizer Gastronomie. Die Premiere fand bei Tanja Grandits im Stucki Basel statt.

An jedem Austragungsort (die Liste mit den genauen Daten und Stationen finden Sie weiter unten) stehen ausgesuchte Spezialitäten aus den vergangenen Jahrzehnten auf dem Speiseplan. Dabei bereiten Spitzenköche Klassiker nach Originalrezept und mit den damals angewandten Kochtechniken zu. Gleichzeitig begeistern sie mit Gerichten nach den neusten Erkenntnissen der Kochkunst. So entsteht an jeder Adresse ein anderes, quasi durch die Zeit reisendes mehrgängiges Menü, das von passenden Weinen begleitet wird.

marmite-Verleger Thomas Abegg lauscht der Eröffnungsansprache.
Kam direkt aus dem Burgund und steuerte die Weinbegleitung bei: Jan Martel.
An der Premiere im Stucki Basel wurde diese Vorspeise in moderner Manier aufgetischt.

Besonders freut es die Verlagsverantwortlichen, dass mit ehemaligen Gewinnern und Finalisten des Nachwuchswettbewerbs marmite youngster auch einige der grössten Talente der Schweizer Gastronomie die Gäste des «Cirque culinaire» verzaubern werden.

Hier die sechs Stationen des «Cirque culinaire»:

Donnerstag, 11. April 2019
Restaurant Stucki, Basel
Gastgeber: Tanja Grandits und Marco Böhler

Montag, 3. Juni 2019
Park Hotel Vitznau
Gastgeber: Patrick Mahler

Mittwoch/Donnerstag, 12. /13. Juni 2019
Restaurant Igniv, Grand Resort Bad Ragaz
Gastgeber: Andreas Caminada und Silvio Germann

Mittwoch, 25. September 2019
Restaurant Attisholz, Solothurn
Gastgeber: Jörg Slaschek

Montag, 28. Oktober 2019
Quellenhof, Grand Resort Bad Ragaz
Gastgeber: Sven Wassmer

Mittwoch, 6. November 2019
Restaurant Pavillon, Baur au Lac, Zürich
Gastgeber: Laurent Eperon

DER STARTSCHUSS IST ERFOLGT

Am 11. April fand in Basel im Restaurant Stucki die erste Austragung, also quasi die Premiere des «Cirque culinaire» statt.

Küchenchef Marco Böhler, der amtierende marmite youngster André Kneubühler, Gastkoch Guy Estoppey und die gesamte Crew von Gastgeberin Tanja Grandits (18 Punkte GaultMillau, 2 Michelin-Sterne) begeisterten die rund 60 Gäste mit einem hervorragenden 8-Gang-Menü, das spielerisch-verführerisch durch die Kochkunst der letzten Jahrzehnte führte.

Zwei Gewinner des marmite youngster in derselben Küche vereint: Marco Böhler (Sieger 2013) und André Kneubühler (Sieger 2019)
Gastkoch Guy Estoppey (Mitte) half der Brigade von Tanja Grandits aus.
Gastgeberin Tanja Grandits.

Begleitet wurden die Gänge von sorgfältig auf die einzelnen Teller abgestimmten Weinen aus dem Sortiment der Weinhandlung Martel, was den Abend zu einer kulinarischen und oenologischen Zeitreise und gleichzeitig zu einer Hommage an den legendären Basler Küchenchef Hans Stucki  (1929 – 1998) werden liess.

Sein Restaurant Stucki hatte er, zusammen mit seiner Gattin Susi, vor just 60 Jahren gegründet, also im selben Jahr, als die erste Ausgabe von marmite erschien. Ausserdem hätte Hans Stucki am 9. April, also nur drei Tage vor der Premiere des «Cirque culinaire», seinen 90. Geburtstag gefeiert. Deshalb wurde das Stucki Basel auserkoren, im Rahmen des «Cirque culinaire» den Anfang zu machen – und dies im persönlichen Beisein von Susi Stucki, die etwas aus dem Nähkästchen plaudern wollte.

Bedauerlicherweise musste Susi Stucki kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen ihre von langer Hand geplante Teilnahme absagen. Sehr gerne hätte sie den Gästen persönlich erzählt, wie es in den Anfängen im Bruderholz zu- und hergegangen war und wie sich das Stucki von einem einfachen Ausflugsrestaurant zu einem Gourmettempel wandelte, der schliesslich selbst vom vornehm zurückhaltenden Basler «Daig» ins Herz geschlossen wurde.

Wie anno dazumal: Lachsfilet mit Senfkruste auf Spargel und Salzkartoffel.

Diesen Part übernahm die Basler Journalistin und Buchautorin Denise Muchenberger, die 2018 ein Sachbuch über Hans Stucki herausgegeben hat (Hans Stucki Rezepte und Anekdoten, ISBN 978-3-7245-2299-7) und bei ihrer Recherche zum Buch auf wahre Trouvaillen aus der Geschichte des Stucki gestossen ist.

Die Basler Buchautorin und Journalistin Denise Muchenberger