Wissenshäppchen mit Zuckerguss

21. Dezember 2022

Manche Dinge muss man nicht wissen – aber es ist unterhaltsam, wenn man es doch tut. Hier geht's zu 5 Mini-Geschichten, mit denen Sie an jedem Dessert-Buffet bei ihrem Nebenan glänzen können.

Was hatte Kaiser Nero mit Eisläufern am Hut?

Jede Menge! Der römische Kaiser Nero beschäftigte ein ganzes Heer sogenannter Eisläufer, die im Sommer Eis in die Ewige Stadt trugen. Es stammte von Gletschern in den Alpen und wurde für den Transport erst in Stroh und dann in Leinen verpackt. So kam immerhin die Hälfte der Ausgangsmenge am Ziel an. Nero genoss das Eis gecrusht und mit Sirup übergossen – er war quasi der Erfinder von Granité und Slush Puppie.

Vermutlich hat es nicht exakt so ausgesehen, wenn der Eisläufer bei Kaiser Nero angekommen ist… (Bild: Julia Joppien)

Vier Etagen für Queen Mum

Stolze drei Meter hoch war 1923 die Hochzeitstorte von Elizabeth Bowes-Lyon, besser bekannt als Queen Mum, und Prinz Albert Frederick Arthur George von York, dem späteren König George VI. Selbstverständlich leuchtete das süsse Meisterwerk schneeweiss – eine Tradition, die auf die Hochzeitstorte von Queen Victoria im Jahr 1840 zurückgeht. Daher kommt übrigens auch der Begriff «Royal Icing».

Der Royal Wedding Cake wog um die 500 Pfund und zeigte unter anderem Szenen aus den Leben der beiden Royals.

Ein peinlicher Name

Die berühmten Luxemburgerli® der Confiserie Sprüngli gehen tatsächlich auf einen Luxemburger zurück, den Konditor Camille Studer. Er verfeinerte 1952 ein aus Frankreich mitgebrachtes Rezept für Macarons für den damaligen Firmeninhaber Richard Sprüngli. Der Legende nach hiessen die Luxemburgerli® zunächst Baiser de Mousse, diesen Namen auszusprechen, soll der Kundschaft aber peinlich gewesen sein. Das wäre heute kein Problem mehr: die bunten Meisterwerke der Pâtisseriekunst können Sie nämlich – ganz ohne Dialog – auch online bestellen.

Die berühmten Luxemburgerli® von Sprüngli. (Bild: Sprüngli)

Das Geheimnis des Gugelhopfs

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum ein Gugelhopf so eigenartig geformt ist? Wir sagen es Ihnen: Er ist den Turbanen der Heiligen Drei Könige nachempfunden. Im Elsass gibt es neben dem Gugelhopf, dort Kougelhopf genannt, den Langhopf. Er ist – Sie haben’s erraten – länglich statt rund, die typische Zeichnung am oberen Ende aber besitzt auch er.

Ein Kougelhopf, Kouglof (beides Elsass), Guglhupf (Österreich) oder eben Gugelhopf, wie man hierzulande sagt.

3845 auf einen Streich

Das wahrscheinlich kalorienreichste Dessert der Welt ist bei Coco Gelato in Cardiff zu finden. Es besteht aus 18 Kugeln Glace, vier frisch gebackenen Waffeln, warmen Brownie-Stücken, mehreren Schokoladriegeln und Früchten. Obendrauf kommen Schlagrahm sowie diverse Saucen und Sirups. Macht summa summarum lockerflockige 3845 Kalorien. Der Namen der Kreation: Roman Empire. Zum Vergleich: eine Tafel Milchschokolade kommt auf etwa 520 Kalorien.

So sehen 3845 Kalorien in etwa aus… (Bild: Facebook / Coco Gelato)

Noch mehr spannendes Wissen rund um das süsse Glück, eine Story über die Pâtissière Larissa Wehrli, eine süsse Reise nach Paris und neue Kombinationen für Dessertweine finden Sie im aktuellen marmite Magazin. Auch die 6. Ausgabe dieses Jahres können Sie sich ganz bequem nach Hause bestellen.

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