Weinrätsel

14. Oktober 2011 | Wettbewerb | von Bettina Hoefer

«Dieses Mal suchen wir ein Haus, das mittlerweile regelrecht zur ‹Marke› mutiert ist. Nennt man den Namen des Hauses, so spricht man sofort von einem spezifischen Wein-Stil. Dieser wurde Ende des 17. Jahrhunderts entwickelt und in einer Region mit relativ kühlem Klima kultiviert. Der Way of Wine kam in Mode und erwies sich bald als Verkaufsschlager. So konzentrierten sich immer mehr Hersteller und Händler auf den Verkauf und die Herstellung dieses Stils.

Einer dieser Weinhändler gründete Ende des 18. Jahrhunderts seine eigene Firma unter dem Familiennamen. Sein erklärtes Ziel war es, alle Grenzen zu überschreiten. 1798 begann sein Sohn für das Familienunternehmen zu arbeiten. 1805 verstarb er jedoch überraschend, und das gut gehende Unternehmen schien dem Untergang geweiht.

Doch zum Erstaunen aller nahm seine 27-jährige Frau das Schicksal selbst in die Hand und stellte sich höchstpersönlich an die Front des Unternehmens. Sie scharte kompetente Mitarbeiter um sich, stellte einen Handelsvertreter mit aussergewöhnlichem Sinn für Geschäfte und einen renommierten Kellermeister ein. Bald florierte das Unternehmen, die besonderen Weine wurden bald in alle Welt verschifft.

Eine sagenhafte Erfindung

1816 machte die junge Frau eine sagenhafte Erfindung, mit deren Hilfe dieser besondere Wein geklärt wurde; bis anhin gelang er trüb in den Verkauf. Die Erfindung revolutionierte quasi die Herstellung und noch heute wird dieses Hilfsmittel – in modernisierter Form – eingesetzt. Die umtriebige Geschäftsdame wurde peu à peu zur Legende und arbeitete bis zu Ihrem Tod im Jahre 1866 tatkräftig im Hause mit. In Ihrem Todesjahr wurden 750 000 Flaschen produziert – für damalige Zeiten ein absoluter Rekord. 1877 wurde das Etikett samt Farbe patentiert.

Es wurde zum Wiedererkennungsmerkmal. Heute rühmt sich das Haus, die schönsten und eindrucksvollsten Keller der Region zu besitzen. Sie erstrecken sich über 24 Kilometer im Kalkgestein und sind zu einer regelrechten Touristenattraktion geworden. Besucher aus aller Welt reisen jedes Jahr zum Hauptsitz, um die Kellereien zu besichtigen und bleiben zuweilen ehrfürchtig vor dem überdimensionalen Gemälde der Grande-Dame stehen.»

Jetzt sollten Sie herausgefunden haben, von welchem Weingut die Rede ist. Wenn Sie herausfinden, von welchem Gut oder von welchem Kultwein hier die Rede ist, können Sie ihn mit etwas Glück sogar gewinnen!

Dann ab die Post:
Senden Sie uns eine Postkarte mit Ihrem Namen und Adresse an: marmite, Grubenstrasse 56, 8045 Zürich oder schicken sie uns eine Nachricht mit der Antwort und Ihrer Adresse an email hidden; JavaScript is required. Einsendeschluss ist der 25. Oktober. Über den Wettbewerb wir keine Korrespondenz geführt.