Fotos: Linda Pollari
Am 4. Mai fand zum ersten Mal der marmitetalk im Viadukt in Zürich statt. Der Auftakt zur neuen kulinarischen Gesprächsreihe ist dank der Unterstützung aller Beteiligten und des grossen Publikumsinteresses erfolgreich geglückt.
In keinem anderen Land werden Käse so naturnah hergestellt wie in der Schweiz. Rohmilchkäse – seine Herstellung und die überlieferte Kultur darum herum werden immer wieder belächelt, bewundert und besprochen. «Dennoch», sagte Leonhard Wey, der die Ressorts Beschaffung und Affinage bei Emmi, dem grössten Milchverarbeiter des Landes, leitet: «Das Risiko im Umgang mit Rohmilch ist nicht aus der Welt zu diskutieren». Rund 60 Prozent der Milch, die Emmi verarbeite, sei Rohmilch, «deswegen liegt uns die Kultur, aber auch die Sicherheit am Herzen». Dominik Flammer, Journalist und Autor des Buches «Schweizer Käse», konterte, dass die beiden letzten aufsehenerregenden Fälle von Listeriose-Bakterien bei Käse aus pasteurisierter respektive thermisierter Milch aufgetreten seien…
Fest stehe, dass die Hygienevorschriften immer strenger würden, und ebenfalls klar sei, dass damit auch Traditionen verschwänden. In diesen Punkten waren sich beide Referenten einig, und auch darin, dass das Gespräch ruhig noch etwas länger hätte dauern können. Doch wie der Chefredaktor von marmite, Andrin C. Willi, der durch das Gespräch führte, abschliessend bemerkte: «Die marmitetalks sind Feierabendgespräche. Wer mit Dominik Flammer und Leonhard Wey noch vertieft weiter sprechen möchte, kann dies beim gemeinsamen Abendessen an der langen Tafel im Restaurant Markthalle tun.» Diese Chance liessen sich zahlreiche neugierige Geniesserinnen und Geniesser nicht entgehen. Fazit: Talk geglückt, Fortsetzung folgt.
















